Der 1.Akt: Luther als Person

Zu Beginn der Handlung befindet sich der Reformator Martin Luther in seinem Zimmer auf der Wartburg zu Eisenach, wo er sich vor den Gesandten des Papstes versteckt hält.
Luther hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bibel aus der Urfassung des Hebräischen in die Sprache seines Volkes, also in die deutsche Sprache, zu übersetzen. Nun schreibt er die Worte des Briefes an die Römer nieder, als er sich in seinen Gedanken verliert. Er erinnert sich beim Lesen einer Textstelle an das Zusammentreffen mit seinen Eltern und an die Offenbarung seines Anliegens, das Jurastudium abzubrechen und sich der Theologie zu widmen.
Diese Reflexion wird als filmische Szene visualisiert. Luther gedenkt seines Vaters Groll über die Nachricht und auch der Empörung und Ratlosigkeit der Mutter.

Der Reformator wird wegen eines Klopfens an der Tür aus seinen Gedanken gerissen, er ist über den Besuch des Boten, welcher Briefe der Freunde Luthers liefert, anfänglich nicht erfreut, als dieser jedoch von den Unruhen im gesamten Land berichtet, wird er hellhörig und hofft darauf, mehr über die Geschehnisse in den Episteln seiner Freunde zu lesen. Dem Boten ist die Unterredung sichtlich unangenehm, er drängt zum Gehen. Daraufhin ist Luther mit den Briefen allein, liest sie, wird sich der problematischen Lage im Land bewusst und erinnert sich erneut zurück. In dieser Reminiszenz befindet Luther sich in der Kirche, um seine tägliche Arbeit zu verrichten, er stößt auf einen armen Beichtenden, von welchem er vom Ablasshandel erfährt und rät dem Mann, anstatt Ablass zu zahlen, alle seine Sünden zu beichten.
Während Luther noch in Gedanken ist, tritt sein treuer Freund Lucas Cranach ein, der Reformator erschrickt sichtlich, ist aber erfreut über den Besuch und erzählt dem Maler Cranach von der Einsamkeit auf der Wartburg. Dieser spricht ihm Mut zu und berichtet von den neusten Ereignissen, die sich außerhalb der Wartburg zutragen.
Nachdem Cranach das Zimmer verlassen hat, reflektiert Luther sein Werk, zweifelt an sich selbst.
In seine Überlegungen tritt der kürfürstliche Hauptschlossmann, welcher Luther darin bestärkt, hinaus in die Welt zu gehen und sich selbst von der Situation ein Bild zu machen. Daraufhin fasst der Reformator den Entschluss, sich auf den Weg nach Wittenberg zu machen.
An dieser Stelle wird es dunkel, sobald die Bühne wieder beleuchtet wird, stellen sieben Schauspieler ein pantomimisches Spiel dar, in dem sie sich mit der Problematik „Kampf gegen Autoritäten“ in der Jetzt-Zeit auseinandersetzen. Basierend auf dem historischen Bild ist einer der Darsteller in Weiß gekleidet, die anderen sechs in Schwarz. Zu entsprechender Musik präsentieren die Figuren ein bedrohliches Szenario auf der Bühne.

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